Martha Cooper aka SnapZ
German:
Martha Cooper – Geboren in Baltimore, Maryland, machte sie ihren Abschluss am Grinnell College, Iowa und unterrichtete 2 Jahre Englisch im Friedenskorps in Thailand, bevor sie am Oxford College in Cambridge Ethnologie studierte. 1977 zog sie nach New York wo sie als Fotografin bei der New York Post arbeitete. Sie verließ die Post 1980, um die sich entwickelnde Hip Hop Kultur zu dokumentieren. 1984 veröffentlichte sie in Zusammenarbeit mit Henry Chalfant das Buch Subway Art (Thames and Hudson/Henry Holt) in dem die am kunstvollsten bemalten Züge jener Zeit abgebildet sind. Das Buch wurde zu einem Bestseller und mit 500.000 verkauften Exemplaren zu einem der meistverkauften Bildbände überhaupt. Es wird als „Bibel des Graffiti“ bezeichnet. Einige der weiteren Bücher von Martha Cooper sind: R.I.P.: Memorial Wall Art (Thames and Hud-son/Henry Holt, 1994) und Hip Hop Files: Photographs 1979-1984 (From Here to Fame, 2004), in Zusammenarbeit mit Akim Walta. Bei der Arbeit an den Hip Hop Files, traf sie Nika Kramer, die bei diesem Projekt als Text Editorin tätig war. Mit Nika arbeitete sie ein Jahr lang and dem Buch We B*Girlz (powerHouse Books, 2005). Martha ist Fotodirektorin bei City Lore, einem New Yorker Zentrum für urbane Kultur. Sie lebt und arbeitet in New York City und hat bei mehreren Filmprojekten mitgearbeitet unter anderem bei den Hip Hop Klassikern Wild Style (1983), Style Wars (1983) und Beat Streat (1984). Zusammen mit Nika Kramer produzierte sie den dokumentarischen Kurzfilm Redder than Red – The Story of B-Girl Bubbles.
Martha Cooper gilt in Hip Hop Kreisen als „Godmother of Hip Hop“, da sie unmittelbar für die Verbreitung der Hip Hop Kultur mitverantwortlich ist. Als Ethnologin war sie fasziniert von der neu entstehenden Jugendkultur Anfang der 80er in New York und begann sie zu dokumentieren, bevor der Name Hip Hop überhaupt geboren war. Martha entdeckte die Rock Steady Crew und organisierte zusammen mit Henry Chalfant die erste offizielle Veranstaltung, die die Elemente Graffiti, Breakdance, Rap und DJing als eine Einheit präsentiert. Sie veröffentlichte im Rahmen dieser Veranstaltung den ersten Artikel über Breakdance, der am 22. September 1981 in der Village Voice erschien. Daraufhin stürzten sich die Medien auf die gerade aussterbende Tanzform, die daraufhin zu neuem Leben erwachte. Es erschienen Berichte im Fernsehen, in Zeitungen und Magazinen. Filme und Dokumentationen wurden gedreht, der Hype schwappte über den großen Teich und Hip Hop kam 1984 nach Europa. Diejenigen unter den Hip Hop Aktivisten, die ihre Geschichte kennen, sind Martha Cooper bis heute dankbar.
Hip Hop existiert bereits seit 25 Jahren, trotzdem ist der Anteil der aktiven Frauen verschwindend gering. We B*Girlz hat es sich zum Ziel gesetzt, für Frauen im Hip Hop das zu erreichen, was Martha Cooper Anfang der 80er Jahre für Hip Hop als Kultur gelang.
English:
Martha Cooper is an American photojournalist born in the 1940s. She earned an art degree at age 19 from Grinnell College, taught English as a Peace Corps volunteer in Thailand, journeyed by motorcycle from Bangkok to London and received an ethnology diploma from Oxford.
She is perhaps best known for documenting the New York graffiti scene of the 1970s and ’80s. She has degrees in art and anthropology.
She was a photography intern at National Geographic Magazine in the 1960s, and worked as a staff photographer at the New York Post in the 1970s.
Her photographs have appeared in National Geographic, Smithsonian and Natural History magazines as well as several dozen books and journals. She is the Director of Photography at City Lore, the New York Center for Urban Folk Culture. Cooper lives in Manhattan but is working on a photo project in Sowebo, a Southwest Baltimore neighborhood.